Unter Berücksichtigung der trockenen Witterung und lebhaften Winde kombiniert mit den bevorstehenden Osterfeuern am Karsamstag stellte das Kommando die Monatsübung April unter das Motto „Wald- und Wiesenbrandbekämpfung“. Hierbei standen die richtige Bedienung der neuen Löschhilfsmittel sowie eine taktische Schulung im Fokus. Rund 25 Kameradinnen und Kameraden folgten der Übungseinladung am Gründonnerstag und wendeten auf der Parkplatzwiese im Bereich der PII Halle die neuen, selbstbefeuchtenden Waldbrandschläuche für den Angriff mit zwei Löschleitungen an. Durch die offenporige Bauart geben diese Löschschläuche kleine Mengen an Wasser ab und eignen sich so besonders für den Einsatz bei Waldbränden mit Glutnestern. Während Feuerpatschen, Schaufeln und Rechen zur bekannten Ausrüstung bei Wiesenbränden gehören, sind Löschrucksäcke und multifunktionelle Vegetationsbrandwerkzeuge zu den neuen Löschhilfsmitteln bei Waldbränden. Auch das vorausschauende Schlauchmanagement im unwegsamen Gelände war Teil der taktischen Übungseinheit im Rüsthaus bevor die theoretischen Anweisungen in der Praxis geprobt wurde.
Durch die anhaltende Trockenheit warnt der der Landesfeuerwehrverband Steiermark vor einer erhöhten Waldbrandgefahr und gibt folgende Tipps für ein richtiges Verhalten
Kein offenes Feuer
In Zeiten erhöhter Waldbrandgefahr wird in den betroffenen Regionen von der Entzündung von Lager- und Grillfeuer im Freien dringend abgeraten, wie auch von der Verwendung von Kerzen oder Fackeln.
Asche aus Kachelöfen, Kaminöfen oder Heizungsanlagen immer in geeigneten, nicht brennbaren Behältern ausreichend lange auskühlen lassen. Glühende Partikel können bis zu drei Tage lang aktiv bleiben. Asche nicht in waldnahen Gebieten entsorgen.
Nicht Rauchen oder Zigaretten wegwerfen
Bei Ausflügen in Wald- und Wiesengebiete sollten keine Zigaretten geraucht werden – oder die „Stummeln“ zumindest wieder mitgenommen werden.
Gleiches gilt für Zigarettenkippen, die von Autolenkern oft achtlos aus dem Fenster geworfen werden. Dies kann entlang von Straßen zu gefährlichen Böschungsbränden führen.
Keine Glasflaschen oder Glasscherben hinterlassen
Neben dem Aspekt des Umweltschutzes sollten in freier Natur auch keine Dosen oder Flaschen achtlos weggeworfen oder zurückgelassen werden, die möglicherweise zu einer Zündquelle werden könnten.
Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen
Eine Brandgefahr geht auch im Bereich von Katalysatoren bzw. Auspuffrohren von Kraftfahrzeugen aus, wenn diese am Rand von Waldwegen im langen Gras, auf Acker-, Wald- und Wiesenzufahrten oder z.B. auf Unterstellplätzen im Freien abgestellt werden. Trockenes Gras bzw. Laub kann sich auch durch abstrahlende Hitze entzünden.
Vorsicht bei Arbeiten mit Funkenflug
Beim Schweißen, Flexen oder Arbeiten mit Maschinen in gefährdeten Gebieten unbedingt Funkenflug vermeiden und ausreichend Löschmittel bereithalten.
Abschließend wird seitens des Landesfeuerwehrverbandes ebenfalls auf Verordnungen der Bezirkshauptmannschaften verwiesen, die zur Hintanhaltung von Waldbränden in Waldgebieten der entsprechenden Verwaltungsbezirke erlassen werden und Zuwiderhandlungen unter Strafandrohung stellen.
Waldbrand sofort melden
Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte umgehend den Feuerwehrnotruf 122 wählen und diesen melden. Allenfalls ist anzuraten, in AUSREICHEND sicherer Entfernung zum Brand auf das Eintreffen der Einsatzkräfte zu warten, um diese bei Bedarf einweisen zu können.
